Für Hamburg-Altona

Hamburg- Altona

Basisdaten:

Bezirk: Altona
Fläche: 78,3 km² (2006)
Einwohner: 243.972 (2006)
Handwerksbetriebe: 1.841 (2006)
Niedergelassene Ärzte: 635 (2006)
Apotheken: 67 (2006)

Quelle: Statistikamt Nord



Die Fischersiedlung Altona entstand im frühen 16. Jahrhundert in der sturmflutsicheren Gegend rund um die Kleine Elbstraße und den Fischmarkt. Bis 1864 (Deutsch-Dänischer Krieg) stand Altona unter dänischer Verwaltung, war aber gleichzeitig Teil des Herzogtums Holstein. Somit war Altona ab 1664, als der Siedlung das Stadtrecht und die Zollfreiheit verliehen wurde, die zweitgrößte dänische Stadt nach Kopenhagen, die ihrem Nachbar Hamburg – vor allem mit der Entstehung des ersten Freihafens in Norddeutschland – Konkurrenz machen sollte. Denn in Altona entstand der erste Freihafen Nordeuropas. Seine Blütezeit hatte es unter dem Bürgermeister Carl Heinrich Behn, † 1853. Von 1864 bis 1867 befand sich Altona unter deutscher und österreichischer Herrschaft, danach war es bis 1871 preußisch und wurde mit der Gründung des Deutschen Reiches deutsch und preußisch.

Im Juli 1943 zerstörten alliierte Bomber große Teile der Altstadt und verwandelten insbesondere das extrem dicht (in Teilbereichen mit bis zu 800 Einwohner/ha) besiedelte Grenzgebiet zu St. Pauli zwischen Nobistor und Allee, Holsten- und Große Elbstraße in ein großflächiges Ruinenfeld. Das Quartier, das die Obrigkeit in der Weimarer Zeit wegen seiner politisch wie sozial kaum kontrollierbaren Bevölkerungsmischung (Arbeiter, Unterstützungsempfänger und sozial Deklassierte) schon mal als "Abruzzenviertel" bezeichnete, wurde nach Kriegsende ebenso wie Altonas "ansehnlicherer" Kern um das alte Rathaus und den Münzmarkt auch nicht wieder aufgebaut.

Lediglich die Hauptkirche St. Trinitatis wurde restauriert und konnte so - wie der gegenüberliegende jüdische Friedhof an der Königstraße - erhalten werden. Weiter westlich, in Richtung Rathaus und Bahnhof, blieb insbesondere die Straßenanlage der Palmaille mit ihren großbürgerlichen Bauten aus dem frühen 19. Jahrhundert weitgehend intakt.

An die preußische Herrschaft erinnert das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. vor dem schneeweißen Altonaer Rathaus am Platz der Republik. Teile des von Gottfried Semper gebauten Dänischen Bahnhofs wurden in das Gebäude integriert. Auf dem Weg zum neuen Bahnhof Altona befindet sich der Platz der Republik, eine repräsentative Grünanlage, wo man außerdem den Stuhlmannbrunnen an findet, der zwei miteinander kämpfende Kentauren darstellt, die oft als Sinnbild der wirtschaftlich konkurrierenden Städte Altona/Elbe und Hamburg gedeutet werden.

Der Altonaer Balkon am Elbhang bietet einen weiten Blick über den Hamburger Hafen und verbindet die Palmaille mit der Großen Elbstraße, wo sich neben den Lastwagen der Fischhändler interessante Geschäfte und neue Restaurants niedergelassen haben. Ein Einrichtungs-Zentrum der Extraklasse ist beispielsweise das Stilwerk an der Nummer 68.

Für Frühaufsteher und das nächtliche Partyvolk hält der Fischmarkt sonntags zwischen 5.00 Uhr (im Winter ab 7.00 Uhr) und 10.00 Uhr morgens nicht nur frischen Fisch, sondern auch Lebensmittel, Pflanzen, Kleidung, Antiquitäten und vieles mehr bereit.



Quellen für Text und Bild: wikipedia und hamburg-magazin.de

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